Selbstvertrauen mit Achtsamkeit stärken: der Weg der Akzeptanz

Selbstvertrauen mit Achtsamkeit stärken
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Es gibt viele Sachen im Leben, die wir Menschen nicht wahrnehmen wollen. Sie sind einfach zu schwer oder zu schmerzhaft. Ein gutes Beispiel dafür ist die aktuelle Pandemie, die unsere persönliche und kollektive Situation auf dem Kopf gestellt hat.

In diesem Post möchte ich über den Weg der Akzeptanz sprechen und wie wichtig er ist, um Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu stärken und um etwas weniger zu leiden.

Fällt es Ihnen schwer, sich selber oder Ihre Situation zu akzeptieren?

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Sie zu viel von sich verlangen? Kritisieren Sie sich selber oft? Passieren Sachen in Ihrem Leben, die einen großen Widerstand in Ihnen auslöst?

Manchmal haben wir Angst zu entdecken, dass wir nicht gut genug sind, dass etwas in uns nicht so ist, wie es sein sollte. Oder sogar dass das Leben fehlerhaft ist, nicht nur das eigene Leben, sondern das Leben im Allgemeinen.

Wenn wir glauben, dass wir nicht genug sind, können wir uns nie richtig entspannen. Wir denken im Gegenteil, dass wir immer mehr machen müssen, um uns zu beweisen. Erwachen heißt aber unsere innere Güte bewusst zu machen.

Wir brauchen nicht ständig, weitere Projekte zu unternehmen oder Angst vor dem Scheitern zu haben oder die Fehler anderer Menschen ins Licht zu bringen. Wir brauchen uns nicht, von anderen getrennt zu fühlen.

Wenn wir uns mit unserer Weisheit und Mitgefühl verbinden, können wir das Leben so akzeptieren, wie es ist.

Wie kann Akzeptanz unser Leiden mindern?

Wir versuchen oft die Realität zu kontrollieren, das zu ändern, was man nicht änder kann, und dieser Widerstand verursacht nur mehr Leiden.

Ich kenne das selber sehr gut, weil ich genau dazu tendiere, alles unter Kontrolle halten zu wollen. Manchmal habe ich es im privaten Leben und im Beruf erlebt. Etwas ist passiert, das mich verletzt hat oder das ich als ungerecht empfand. Und ich blieb einfach in negativen Gedanken gefangen. Ich habe mich als Opfer gefühlt.

Nur wenn wir alles in unserem Leben akzeptieren, können wir frei sein. Nur wenn wir bewusst davon werden, was in unserem Körper und in unserem Geist passiert, ohne es zu beurteilen oder wegschicken zu wollen.

Akzeptanz heißt aber nicht Resignation. Es heißt nicht, dass wir uns nicht verbessern wollen oder können. Man muss sich erstmal akzeptieren, um sich ändern zu können, wie Carl Rogers sagte.

Akzeptanz heißt auch nicht Passivität. Wir dürfen immer noch gegen Ungerechtigkeiten kämpfen, aber wir agieren nicht aus einer aggressiven Reaktivität, sondern aus dem achtsamen Wunsch, anderen zu helfen.

(Selbst)vertrauen mit Akzeptanz und Achtsamkeit stärken

Wie Tara Brach in ihrem wunderschönen Buch beschreibt, radikale Akzeptanz bedeutet eine Kombination aus Mindfulness und Mitgefühl. Bewusst wahrnehmen, was in diesem Moment passiert und damit zärtlich und mitfühlend in Kontakt kommen, wie eine Mutter, die ihr Kind liebevoll hält.

Prof. García Campayo schlägt z.B. eine Übung vor, die uns helfen soll, Akzeptanz zu entwickeln. Wenn Sie Schmerzen haben, versuchen Sie einfach in diesem Moment zu leben, in dieser Einatmung, in dieser Ausatmung. Während Sie einatmen, sagen Sie sich: „Nur diese» und beim Ausatmen: „Atmung».

Es gibt zahlreiche Studien, die beweisen, dass unser Geist keine langfristige Beschwerden ertragen kann. Aber wenn er denkt, dass die Beschwerden nur einige Sekunden dauern werden, dann kann er damit gut umgehen.

Achtsamkeitsübungen fördern das Bewusstsein, die Akzeptanz und die Mustererkennung. Und wenn wir lernen, uns selber und unsere Realität so anzunehmen, wie sie sind, können wir mehr Selbstvertrauen und überhaupt Vertrauen ins Leben empfinden.

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